Das Taj Mahal gilt als weltweites Symbol für ewige Liebe. Doch wer war die Frau, für die dieses monumentale Grabmal errichtet wurde?
Dies ist die Geschichte von Arjumand Banu Begum (1593–1631), bekannt als Mumtaz Mahal, deren Leben von tiefer Liebe, großer Macht und einer tragischen Schicksalswende geprägt war.
Arjumand Banu Begum war die Tochter eines persischen Adligen. Im Alter von 14 Jahren wurde sie mit Prinz Khurram, dem späteren Großmogul Shah Jahan, verlobt. Die Hochzeit fand statt, als sie 19 Jahre alt war. Nach der Hochzeit erhielt sie den Namen Mumtaz Mahal, was so viel wie „Juwel des Palasts” bedeutet.
Sie war seine zweite von insgesamt drei Ehefrauen. Doch sie war seine große Liebe. Laut Überlieferungen besaß sie alle Eigenschaften, die von einer Frau erwartet wurden: Sie war schön, grazil und hatte großes Mitleid mit Armen und Bedürftigen. Ein Bild von einer Frau …
Ihr Mann schätzte sie sehr. Er nahm sie auf zahlreichen Reisen durch das Land mit und sie war ihm eine Beraterin. Sein Vertrauen in ihr war so groß, dass er sogar das Reichssiegel, das sogenannte Muhr Uzah, zur sicheren Verwahrung überließ..
In historischen Quellen wird beschrieben, dass Mumtaz Mahal zu Lebzeiten nicht weiter auffiel. Sie förderte weder irgendwelche Künste noch ließ sie irgendwelche besonderen Gebäude errichten. Wie auch? In ihrer 19-jährigen Ehe brachte sie 14 Kinder zur Welt. Bei der Geburt ihres letzten Kindes verstarb sie schließlich.
Ihr Mann, der Shah, war zutiefst betrübt. Seine Liebe zu ihr war groß, weshalb er ihr mit dem Taj Mahal ein einzigartiges Denkmal errichtete. Es gilt seither weltweit als Zeichen großer Liebe und ist das wohl berühmteste Mausoleum der Welt.
Sechs Jahre nach ihrem Tod wurde mit dem Bau des Mausoleums begonnen. An der Entstehung waren insgesamt rund 20.000 Handwerker beteiligt. Die Baumaterialien wurden mithilfe von 1.000 Elefanten herangeschafft. Nach Abschluss der Arbeiten fand nicht nur Mumtaz Mahal, sondern später auch ihr Mann, der Shah, seine letzte Ruhe.
Aufgrund seiner harmonischen Proportionen gilt das Mausoleum bis heute als eines der schönsten Bauwerke des Mogulstils. Seit 1983 zählt es zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Mumtaz Mahal war weit mehr als nur die Namensgeberin des weltberühmten Taj Mahal. Trotz der extremen Belastung durch 14 Schwangerschaften in 19 Jahren war sie eine äußerst einflussreiche Frau im Hintergrund des Mogulreichs.
Das Taj Mahal ist somit nicht nur ein architektonisches Meisterwerk, sondern auch ein Zeugnis für eine außergewöhnlich starke Frau, die das Herz des Herrschers und das Schicksal eines ganzen Imperiums nachhaltig geprägt hat.
Literaturhinweise:
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